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Liste der Unfälle bei Bayer

Täglich gelangen durch BAYER-Werke in aller Welt toxische Substanzen in die Umwelt. Die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN dokumentiert – soweit möglich - die ätzende Chronologie der Unfälle bei BAYER. Nachfolgend eine unvollständige Auflistung der schwerwiegendsten Unfälle des Unternehmens in den letzten 15 Jahren. Hierzu auch der Artikel "BAYER verschweigt und verharmlost" und einige Fotos.

2016
3. April 2016
Im Gefahrgutlager der Bayer-Tochter KVP in Kiel stürzte ein Regal ein, wodurch größere Mengen brennbarer Flüssigkeiten austraten. Die Feuerwehr rückte mit rund 80 Feuerwehrleuten an. Da in der Halle zahlreiche Gefahrstoffe lagerten, wurden die Straßen rund um die Anlage weiträumig abgesperrt. KVP stellt in dem Werk vor allem Tierarzneimittel her.

2015
16. Dezember
Die BAYER-Tochter COVESTRO am US-amerikanischen Standort Charleston informierte die Behörden über einen Verkehrsunfall, in dessen Folge ein LKW aus einem Tank 1.900 Liter Polyalkohol verlor.

9. Dezember
Das Werk der BAYER-Tochter COVESTRO am US-amerikanischen Standort Martinsburg schickte ein undichtes DESMODUR-Fass auf Reisen. Der LKW-Fahrer bemerkte den Austritt des Kunststoff-Produkts jedoch nach einiger Zeit und alarmierte die Feuerwehr. Diese sog die Substanz mit Bindemitteln auf und konnte den Schaden so in Grenzen halten.

28. Oktober
Wie zuvor in Laredo durchbohrte auch in Köln ein Gabelstabler ein Fass, in dem sich DESMODUR der BAYER-Tochter COVESTRO befand. Und wieder flossen 150 Liter der Substanz aus.

5. Oktober
Im amerikanischen BAYER-Werk in Muskegon sind brennbare Lösungsmittel ausgetreten. Eine benachbarte Kirche musste evakuiert werden (weitere Infos).

30. September
An einem Kesselwagen der DEUTSCHEN BAHN, der Salzsäure der BAYER-Tochter COVESTRO beförderte, trat eine Leckage auf. 100 Liter der Substanz flossen auf diese Weise aus.

28. September
Am US-amerikanischen Standort Laredo der BAYER-Tochter COVESTRO durchbohrte ein Gabelstabel die Wand eines Fasses, in dem sich das Kunststoff-Produkt DESMODUR befand. In der Folge liefen 150 Liter der Substanz aus.

3. September
Am Dormagener Standort der BAYER-Tochter COVESTRO kam es beim Entladen von Salpetersäure zu einem Unfall. In der Folge liefen 150 Liter der Säure aus, die auf Haut, Atemwege und Schleimhäute stark reizend wirkt und Verätzungen hervorrufen kann. Ein Beschäftigter geriet mit der Substanz in Berühung und kam in ein Krankenhaus. Er konnte jedoch zum Glück bald schon wieder entlassen werden.

19. August
Im Leverkusener Werk brach bei er Reparatur eines Kessels des Unternehmens MOMENTIVE, ein früheres Joint Venture von BAYER und GENERAL ELECTRIC, plötzlich Feuer aus. Ein Beschäftigter der Firma TECTRION, in dem die 60-prozentige BAYER-Tochter CURRENTA ihre Technischen Dienste gebündelt hat, erlitt dabei so schwere Verbrennungen, dass er vier Tage später verstarb.

18. August
Am Antwerpener Standort der BAYER-Tochter COVESTRO platzte bei einem Umfüll-Vorgang ein Tank, in dem sich der Lack-Grundstoff DESMOPHEN befand. Rund 6.000 Kilogramm des Stoffes gelangten so an die Luft. Der Leverkusener Multi gab jedoch sogleich Entwarnung: „Es kam weder zu Verletzungen noch zu Gefährdungen.“

4. Juni
In Helsinki kam es zur Beschädigung eines Containers der BAYER-Tochter COVESTRO, in dem sich das Lackharz BAYHYDROL befand. Die Flüssigkeit trat aus, und 12 Personen, die mit ihr in Berührung gerieten, mussten sich zur Untersuchung in ein Krankenhaus begeben. Ein stationärer Aufenthalt blieb ihnen aber erspart.

31. Mai
Die BAYER-Tochter COVESTRO meldete am US-amerikanischen Standort Ward Creek einen Transport-Unfall. Ein Sattelzug stürzte auf der Straße um, und 1.500 Liter des Kunststoffes MDI liefen aus.

7. Februar
In einem kalifornischen Werk der BAYER-Tochter COVESTRO liefen an einer Abfüll-Station 1.150 Liter des Kunststoffes TDI aus, weil ein Tankwagen zu voll gepumpt wurde.

18. Januar
Die BAYER-Tochter COVESTRO meldete am indischen Standort Hubli einen Transport-Unfall, bei dem 1.200 Kilo des Gefahrguts Polyisocyanat ins Freie gelangten.

15. Januar
Die BAYER-Tochter COVESTRO meldete, dass am US-amerikanischen Standort Illinois einen Stoff-Austritt: Ein Tankwagen, der Salzsäure transportierte, verlor 7.600 Liter seiner Ladung.

2014
21. Dezember
Dormagen: Aufgrund eines Dichtungsversagens kommt es zu einer Leckage an einer Werknetzleitung für 32 %-ige Natronlauge. Ca. 3 m³ Natronlauge laufen über die Rohrbrückenleitung auf die darunterliegende Rasenfläche.

21. Oktober
In der Pestizidproduktion in Hürth-Knapsack kommt es zu einem Feuer. Rauchgase ziehen über die benachbarten Wohngebiete (weitere Infos).

16. September
Antwerpen: aus einer leckenden Dichtung am Hauptflansch eines Wärmetauschers entweichen heiße Pro-zessgasströme. Etwa 150 kg Kohlenmonoxid treten in die Atmosphäre aus.

11. September
Im Klärwerk des Bergkamener BAYER-Werks fällt die letzte Stufe der Abwasser-Reinigung aus. Deshalb muss der Konzern das mit Mikroorganismen versetzte Wasser in einem offenen Becken zwischenspeichern, was für erhebliche Geruchsbelästigung sorgt.

3. Juli
Bei einem Feuer in einer kolumbianischen Versuchs-Station von BAYER werden drei Personen verletzt. Ein Mitarbeiter erlag seinen Verletzungen. Anwohner berichteten von einer Explosion und weit sichtbaren Flammen (weitere Infos).

5. Juni
Im Dormagener BAYER-Werk kam es bei der BAYER-Tochter Currenta zu einem Unfall. Aufgrund eines undichten Flansches an einer Rohrleitung kam es zum Austritt von ca. 10 m³ 18 %-iger Salzsäure. Das aufgefangene Abwasser wurde über iee Kläranlage entsorgt. Der kontaminierte Boden musste ausgekoffert und deponiert werden.

24. April
Im Werk Krefeld-Uerdingen fällt die thermische Abgasreinigung aus. Die Produktion von Polyurethan (MDI) muss zunächst gedrosselt und dann für zwei Wochen ganz eingestellt werden (weitere Infos).

6. Januar
Brasilien: Bei einem LKW-Unfall auf einer Autobahn treten rund 1.300 MDI (Diphenyl-Methan-Diisocyanat) aus. Der Stoff ist als gesundheitsschädlich klassifiziert.
Im Jahr 2014 gab es 5 weitere Transportunfälle: Am 27.3. entweicht aus einem vom Brunsbütteler Werk kommenden Tankwagen der Kunststoff TDI. Am 13.5 trat in den USA aus einem Laster nach einem Zusammenstoß mit einem PKW Container-Heizflüssigkeit aus. Am 31. Juli starb in den USA ein LKW-Fahrer, als sein Fahrzeug von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Dabei schleuderte die komplette Ladung Makrolon in einen Graben. Am 6.8. rann in den USA aus einem Transport-Fahrzeug Salzsäure, was eine mehrstündige Straßen-Sperrung nach sich zog. Und am 23.8 kam es in Indien zu einem Unfall, in dessen Folge 8.500 Kilo Polyol ins Freie geriet, das mit Sand und Absorptionsmitteln gebunden werden musste.

2013
25. Dezember 2013
Durch Funkenflug bei Schweißarbeiten entzündet sich auf dem Gelände des chinesischen BAYER-Standorts Chengdu ein Behälter, der mit der gesundheitsschädlichen Chemikalie Isoamylacetat gefüllt ist.

11. November 2013
Auf einem Rangierbahnhof in Wuppertal trat aus einem Kesselwagen ein Lösemittelgemisch aus. Feuerwehr und Polizei rückten zu einem Großeinsatz aus und fingen die ausgetretenen Chemikalien auf. Die Bahnstrecke nach Köln wurde für 90 min gesperrt. Der Kesselwagen wurde zum BAYER-Werk geschleppt, die Chemikalien wurden dort umgepumpt. (Fotos)

23. Oktober 2013
In einer mexikanischen Fabrik des BAYER-Konzerns kommt es zu einer schweren Explosion. Ein Mitarbeiter stirbt, ein weiterer erleidet schwere Verbrennungen. Die Druckwelle habe in einem Abstand von 500 Metern Beschädigungen verursacht (weitere Infos).

24. September 2013
Im BAYER-Werk Brunsbüttel tritt giftiges Kohlenmonoxid aus. Fünf Arbeiter werden vergiftet, zwei brechen zusammen. Ein Mitarbeiter muss reanimiert werden (weitere Infos)

3. September 2013
In einer Pestizidfabrik in Muskegon (USA) treten rund 100 kg Ammoniak aus. Das Gas ist giftig und ätzend.

19. Juni 2013
Im Krefelder BAYER-Werk tritt aus einer Leitung, die zwei Tanklager miteinander verbindet, wegen eines defekten Restentleerungshahnes Salzsäure aus. Zur Menge macht der Konzern keine Angaben.

11. Mai 2013
Auf dem Areal des Werks Kansas City treten am 790 Kilogramm Ammoniak aus. Als Ursache des Störfalls gibt BAYER einen defekten Dichtungsring an einem Überdruck-Ventil an.

8. Mai 2013
In einer Pestizidfabrik im texanischen Lubbock tritt giftiges Salzsäuregas aus. Mehrere hundert Anwohner/innen mussten evakuiert werden. (weitere Infos).

9. April 2013
Auf einem Seetransport von Brasilien nach Argentinien kommt es beim Reinigen eines Tanks zu einem Zwischenfall, in dessen Folge 35 Tonnen von BAYERs Kunststoff-Vorprodukt Polyol ins Meer fließen.

4. April 2013
Am BAYER-Standort Knoxville (Tennessee) beschädigt ein Gabelstabler einen mit dem Flüssigklebstoff DESMODUR befüllten Behälter, weshalb 225 Liter der Substanz auslaufen. Am 17. Juli kommt es zu einem erneuten Zwischenfall, bei dem 200 Liter austreten. DESMODUR ist krebserregend und kann die Atemorgane schädigen, die Haut angreifen und Asthma auslösen.

13. März 2013
Auf dem BAYER-Firmenareal im indischen Vapi bricht eine Kunststoff-Pipeline. 20 Kubikmeter einer Flüssigkeit, die Chlorwasserstoff enthält, treten ins Freie.

2012
27. November 2012
Bei der BAYER-Tochter Currenta treten aus einem Tank ca. 7 Kubikmeter der giftigen und ätzenden Chemikalie Benzylchlorid aus. Die auftretenden Produktdämpfe werden mit Wasser niedergeschlagen und das Tanklager mehrfach mit Schwerschaum behandelt, um das Ausgasen des Produkts zu reduzieren.

8. Oktober 2012
In Dormagen brach ein Feuer in einem Betrieb von Bayer CropScience aus. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen, die Wolke zog auch auf die benachbarte Autobahn. Eine Person musste nach dem Einatmen von Rauchgasen im Krankenhaus behandelt werden. Die Produktion des Bienen-Killers "Clothianidin" ruhte bis zum Dezember (weitere Infos).

17. September 2012:
In Dormagen tritt während des Anfahrens einer Produktionsanlage bei Bayer Material-Science Phosgen aus. Die Dampf-Ammoniak-Wand wurde ausgelöst, wobei ca. 600 kg Ammoniak emittiert wurden.

10. September 2012
Bei einem Spediteur im Werk Dormagen, der Chemikalien für Bayer transportiert, tritt giftiges Chlorwasserstoff-Gas aus. 25 Mitarbeiter werden verletzt.

11. Januar 2012
Im Werk Tarragona (Spanien) treten große Mengen Erdgas aus einer Rohrleitung aus. Die Behörden lösen Alarm nach dem „Plan de Emergencia Exterior del Sector Químico de Cataluña“ aus. Weitere Infos.

2011
30. März 2011
Im thailändischen BAYER-Werk Map Ta Phut tritt giftiges Phenol aus. Ein Mitarbeiter wird verletzt, zudem tritt belastetes Wasser aus. Die Anlage musste evakuiert werden.

2010
22. November 2010
Im BAYER-Werk La Trinidad bei Caracas (Venezuela) kommt es zu einem vierstündigen Feuer. Rauch zieht über benachbarte Wohnviertel, umliegende Gebäude werden geräumt (weitere Infos).

12. Oktober 2010
Im BAYER-Werk Institute (USA) treten Salzsäure und Schwefeldioxid aus. Bei der Reinigung eines Pestizid-Tanks war ein Überdruck entstanden, der dazu zwang, das Ventil zu öffnen.

4. August 2010
Am Standort Kansas City kam es am wegen des Versagens eines Ventils zu einem Austritt von Natronlauge. Ein Beschäftigter kam in Kontakt mit der Chemikalie und musste ärztlich behandelt werden. Die Behörden belegten den Leverkusener Multi mit einer Strafzahlung.

16. März 2010
Im BAYER-Werk Kansas City wird ein Leiharbeiter durch Pestizid-Dämpfe vergiftet und muss im Krankenhaus behandelt werden. Aus ungeklärten Gründen war das Pyrethroid Baythroid ausgetreten (weitere Infos).

11. März 2010
In einer Fabrik von BAYER CropScience im indischen Ankleshwar kommt es zu einem schweren Unfall. Nach einem Feuer treten über einen Zeitraum von rund 90 Minuten die hochgiftigen Gase Mercaptan und Phosphortrichlorid aus. Ein 27-jähriger Ingenieur kommt ums Leben. Der Störfall ereignete sich in einer Anlage, in der das hochgiftige Pestizid Ethoprop produziert wird. auch außerhalb der Fabrik werden hohe Konzentrationen giftiger Stoffe gemessen. weitere Infos

26. Februar 2010
Bei einem Austritt von Salzsäuredämpfen auf dem Werksgelände von Bayer Schering in Bergkamen wird ein Mitarbeiter verletzt. Zuvor war es zu einer Undichtigkeit eines Transportbehälters gekommen.

7. Januar 2010
Auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage in Leverkusen kommt es zu einem schweren Brand. Die angrenzende Autobahn muss zeitweise gesperrt werden. Nach Angaben der Feuerwehr hatten in einem Sondermüll-Lager Paletten mit Spraydosen und Lösungsmitteln Feuer gefangen. Es kommt zu einer "enormen Rauchentwicklung", der Rauch zieht auch über die Innenstadt weitere Infos und Fotos.

2009

25. November 2009
Im Brunsbütteler BAYER-Werk kommt es aufgrund einer fehlerhaften Dichtung zu einem Austritt von Natronlauge.

28. November 2009
Im Werk Dormagen tritt bei stürmischem Wetter eine ungenannte Menge Phosgen aus einer Pilotanlage aus. Als Reaktion darauf wird eine Ammoniakdampfwand aufgebaut. Phosgen ist extrem giftig und wurde im 1.Weltkrieg als Kampfgas eingesetzt. Auch Ammoniak ist giftig, es kam zu Geruchsbelästigung.

30. Oktober 2009
Nach einem Zusammenstoß von zwei Lkw in Santiago de Chile treten Pestizide aus, ein Lkw-Fahrer stirbt.

26. Oktober 2009
In Belford Roxo, Brasilien, treten 20t Salpetersäure bei einem Zusammenstoß eines Lkw mit einem Auto aus. Der Pkw-Fahrer kommt ums Leben.

24. Oktober 2009
Im BAYER-Werk Institute (USA) treten aus einem Leck rund 6 Kilo Cyanwasserstoff (Blausäure) aus. Blausäure ist sehr giftig, schon 1–2 mg Blausäure pro kg Körpergewicht wirken tödlich.

25. September 2009
In Peking brennt ein mit einer Tonne Pestiziden beladener Lkw aus.

5. September 2009
Bei mehreren Explosionen in einem BAYER-Werk in Bergkamen (Kreis Unna) sind vier Mitarbeiter verletzt worden. Zunächst war es in einem Container mit Metallalkyl zu einer Explosion gekommen, anschließend brach ein Feuer aus. Weitere beteiligte Chemikalien: Triethylaluminium, Toluol, Weissöl. Zudem ereigneten sich zwei kleine Folgeexplosionen (weitere Infos).

11. August 2009
Im BAYER-Werk Kansas City schlägt ein Waggon mit Chlorwasserstoff leck. Die Chemikalie schädigt Haut und Atemwege, sie wird als Vorprodukt in der Pestizidherstellung eingesetzt. Die Löscharbeiten dauerten einen halben Tag, die Belegschaft wurde teilweise nach Hause geschickt (weitere Informationen).

17. Juni 2009
Am US-amerikanischen BAYER-Standort Baytown kommt es in einer Salzsäure-Anlage zu einem Stör-fall, in deren Folge Kohlenmonoxid und Monochlorbenzol austreten.

25. Mai 2009
Bei der Reinigung eines Behälters im US-Werk Kansas City entsteht Überdruck, der zur Freisetzung einer Dampfwolke führt. Diese enthält Salzsäure und Schwefeldioxid. Ein Mitarbeiter wird verletzt.

10. Mai 2009
Im amerikanischen Baytown entgleist ein Eisenbahnwaggon, ca. 86.000 Liter Salzsäure treten aus.

22. März 2009
In Kanada brennt ein mit 120 Fässern Pestiziden beladener Lkw aus.

22. Februar 2009
Erhöhter Austritt von Schadstoffen in der Müllverbrennungsanlage Leverkusen nach einem Defekt in der Dosiereinrichtung der Abluftbehandlung.

14. Januar 2009
Im Werk Dormagen tritt eine ungenannte Menge Phosgen aus aus. Als Reaktion darauf wird eine Ammo-niakdampfwand aufgebaut. Phosgen ist extrem giftig und wurde im 1.Weltkrieg als Kampfgas eingesetzt.

2008
24. Dezember 2008
In der Pestizidproduktion im BAYER-Werk Kansas City fängt ein fünfstöckiger Tank Feuer. Der Tank enthält bis zu 15.000 Liter brennbare Chemikalien, war zum Zeitpunkt des Brands jedoch nur teilweise befüllt. Die Feuerwehr befürchtete ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Produktionsanlagen, 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

28. August 2008
Schwere Explosion in der Pestizidproduktion im BAYER-Werk Institute (USA). Über der Anlage stieg ein Dutzende Meter hoher Feuerball auf. Die Erschütterungen waren in einem Umkreis von über 15 km zu spüren. Zwei Arbeiter starben. Anwohner klagten über Kopfschmerzen.Tausende Nachbarn wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Das Werk ist die einzige BAYER-Fabrik weltweit, in der große Mengen der Giftgase Phosgen und MIC gelagert werden (ausführliche Informationen).

8. Mai 2008
Im Bergkamener Werk von BAYER SCHERING PHARMA kam es zu einem Störfall. Im Wirkstoffbetrieb F trat Thionylchlorid aus. 75 Feuerwehrleute waren stundenlang damit beschäftigt, die giftigen Dämpfe niederzuringen. Wie es zur Freisetzung der Chemikalie kommen konnte, war vorerst ungeklärt.

19. April 2008
Chlorgas trat aus einer Chlorfabrik von Bayer Material Science im Chempark Leverkusen aus. Ursache soll eine undichte Leitung gewesen sein, wie ein Pressesprecher des Chempark-Betreibers Currenta auf Anfrage berichtete. Die Werkfeuerwehr setzte einen Wasserschleier, um das Gas niederzudrücken. Weil Chlor stark riecht, hatten sich Anwohner besorgt erkundigt.

17. März 2008
Im Chemiepark Dormagen kommt es bei der Firma INEOS zum größten Feuer der Nachkriegsgeschichte in NRW. Große Mengen giftiger Chemikalien treten aus, über 1200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Anlage gehörte bis 2001 zur BAYER-Tochter Erdölchemie (weitere Infos).

12. März 2008
Giftiges Ammoniak ist auf dem Gelände des Chemieunternehmens Bayer in Wuppertal ausgetreten und hat 23 Menschen verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, mussten die betroffenen Bayer-Beschäftigten und Stadtwerke-Mitarbeiter vorübergehend in ärztliche Behandlung, unter anderem mit Atemwegreizungen.
Die Feuerwehr riet, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich nicht im Freien aufzuhalten. Ein Teil der Gaswolke zog Richtung Innenstadt. icherheitshalber war nach dem Unfall der Verkehr der Schwebebahn kurzzeitig eingestellt worden (weitere Infos).

3. März 2008
In Brunsbüttel tritt aus einem Tankcontainer Toluylendiisocyanat (TDI) aus. Ein Sattelschlepper hatte im BAYER-Werk 22 Tonnen TDI geladen und zum Ostuferhafen gefahren, von wo aus die Chemikalie per Schiff ihre Reise ins Baltikum antreten sollte. Hafenarbeiter bemerkten die Leckage und lösten Großalarm aus. Wäre etwas mehr als ein Liter Flüssigkeit pro Stunde ausgelaufen und die Lufttemperatur höher gewesen, hätte es leicht zu einer Explosion kommen können. So aber musste nur der LKW-Fahrer zur Beobachtung ins Krankenhaus.

1. März 2008
A Bayer employee was seriously injured Friday morning after falling under a railcar at the Baytown plant (USA). Jeff Huntley called for assistance from Bayer’s emergency team around 8 a.m. Huntley, who was transported to Memorial Hermann Hospital in Houston for treatment, lost one leg as a result of the accident.

2007
28. Dezember 2007
Im amerikanischen BAYER-Werk in Institute platzen mehrere Fässer, die die Chemikalie Thiodicarb enthalten. Es kommt zu starker Geruchsbelästigung der Anwohner, hunderte Betroffene melden sich bei den Behörden. Mehrere Anwohner müssen stationär behandelt werden. Thiodicarb gehört zu den gefährlichsten Pestiziden, die WHO klassifiziert den Wirkstoff als "extrem gefährlich". Das Werk in Institute im Bundesstaat West Virginia gehörte früher zu Union Carbide und war das "Schwester-Werk" der Fabrik in Bhopal. Heute ist es das einzige Werk in den USA, in dem weiterhin das Bhopal-Gas Methyl-Isocyanat produziert und gelagert wird. (siehe: BAYER-Fabrik in USA: hochgiftiges Pestizid ausgetreten

16. November 2007
Im Uerdinger Chemiepark des Pharma-Riesen ereignete sich ein tödlicher Unfall. Bei Abbrucharbeiten an einer stillgelegten Anlage von BAYERs Chemieabspaltung LANXESS stürzte ein Arbeiter einer Fremdfirma aus 25 Meter in einen Lichtschacht und war auf der Stelle tot. "Es wird geprüft, wie es zu dem Sturz kommen konnte, und inwieweit die Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden", sagte ein BAYER-Sprecher anschließend gegenüber der Presse.

30. Oktober 2007
In einem US-amerikanischen BAYER-Werk am Standort Kansas City bricht Feuer aus. Zwei Beschäftigte erleiden Verbrennungen und müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die beiden hatten leere Chemikalien-Behälter mit einer entflammbaren Toluene-Lösung gereinigt, die sich entzündete und so den Brand auslöste.

10. September 2007
In Brunsbüttel tritt aus einem Tankcontainer Toluylendiisocyanat (TDI) aus. Ein Sattelschlepper hatte im BAYER-Werk 22 Tonnen TDI geladen und zum Ostuferhafen gebracht, von wo aus die Ladung per Schiff weitertransportiert werden sollte. Dort aber fiel die Leckage auf, was einen Großeinsatz der Feuerwehr zur Folge hatte. Der Fahrer des LKWs musste zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Durch Überdruck in einer Produktionsanlage im Uerdinger Bayerwerk (Lanxess) treten Xylol und Phtalsäureanhydrid aus. Um 17.45 Uhr platzt lautstark eine so genannte Berstscheibe, damit der Druck aus der Anlage entweichen kann. Die Ursache ist vorerst unklar. Die Chemikalien dienen als Vorprodukte für die Kunststoffherstellung. Die Bayer-Werksfeuerwehr sprüht Wasser, um mögliche Dämpfe niederzuschlagen. 17 Mitarbeiter einer Fremdfirma müssen in der Bayer-Poliklinik untersucht werden.

Am 17. Juni fiel ein Steuererungselemet einer Großanlage der Firma Ineos im BAYER Chemiepark Dormagen aus. Ein Cracker wurde abgeschaltet, das vorhandene Restgas abgefackelt. Die dutzende Meter hohen Flammen waren bis nach Neuss, Köln und Grevenbroich sichtbar.

Am 16. Januar 2007 hat eine Explosion im brasilianischen BAYER-Werk Belford Roxo drei MitarbeiterInnen verletzt. Zwei Personen erlitten Verbrennungen, ein Helfer brach sich bei Löscharbeiten ein Bein. Der Vorfall ereignete sich nach einem bislang ungeklärten Temperaturanstieg in einer Produktionsanlage des Pestizids Methamidophos. Der Knall war in einem Umkreis von fünf Kilometern zu hören, die auflodernden Flammen über die Werksgrenzen hinweg zu sehen. Der ausströmende Gasgeruch verursachte bei vielen AnwohnerInnen Übelkeit. Feuerwehr-Züge aus drei Gemeinden waren nötig, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Die Produktion musste mehrere Wochen lang eingestellt werden. Als Reaktion auf den Störfall kündigte das zuständige Umweltministerium schärfere Sicherheitsauflagen an. Zudem muss BAYER mit einer Strafzahlung rechnen.

In Dubai brannte eine Halle ab, in der eine von BAYER MATERIAL SCIENCE beauftragte Drittfirma 100 Tonnen Kunststoff-Vorprodukte gelagert hatte.

Bei einem Chemikalien-Transport von Los Angeles zum BAYER-Standort Kansas traten 17 Tonnen 2-Chlorobenzyl-Chlorid aus. Da Explosionsgefahr bestand, evakuierte die Polizei mehrere in der Nähe des Unglücks wohnende Personen.

2006
Am 15. November 2006 kam es in der Uerdinger Kohlenmonoxid-Anlage zu einer Verpuffung, in deren Folge ein Brand entstand. Wegen der aufwendigen Reparaturarbeiten ruhte die Herstellung des hochgiftigen Gases fünf Wochen lang. In Folge dessen musste auch die Produktion von Polyurethanen und Polycarbonaten gedrosselt werden.

Am 26. September 2006 kam es im BAYER-Werk Baytown/USA zu einer Explosion, bei der 22 MitarbeiterInnen Gesundheitsstörungen erlitten und zur Behandlung ins Krankenhaus mussten. Ein mit Toluylendiisocyanat (TDI) und Orthodichlorbenzol gefüllter Reaktor zerbarst; die Druckwelle zerstörte überdies Leitungen zu Kesseln, so dass zusätzlich zu den beiden Chemikalien mehrere Tonnen Ammoniak austraten. Die verletzten MitarbeiterInnen haben unterdessen eine Schadensersatzklage gegen den Konzern angestrengt. (mehr Infos: http://www.cbgnetwork.de/1802.html)

Eine in die Risiko-Kategorie „Seveso II“ fallende BAYER-CROPSCIENCE-Niederlassung im französischen Limas schlitterte am 22.9.06 nur knapp an einer Katastrophe vorbei. Aus ungeklärten Gründen haben sich 17.500 Kilogramm des Pestizid-Wirkstoffs Mancozeb auf eine Temperatur von über 60 Grad erwärmt und einen beißenden Geruch verströmt. Die Behörden versetzten sofort Feuerwehr und Polizei wegen Brandgefahr in Alarmbereitschaft. Erst am folgenden Tag konnten ExpertInnen eine Explosion in der weltweit zweitgrößten Produktionsanlage von BAYER CROPSCIENCE ausschließen.

12. August 2006
Mehrere Tonnen des giftigen Stoffs n-Propylchlorformiat treten aus einem Kessel im Dormagener Bayer-Chemiepark aus. 16 Mitarbeiter werden in die ärztliche Abteilung gebracht, acht leiden unter Augenreizungen. Ein Mitarbeiter der Einsatzkräfte wird zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden.
Die Flüssigkeit war gegen 22.30 Uhr in einem Betrieb des Unternehmens Saltigo (einer Ausgliederung von Bayer) ausgetreten. Durch erhöhten Druck in einem Kessel war es zu einer Produktzersetzung gekommen, so dass die Chemikalie aus der Dichtung heraustropfte. n-Propylchlorformiat ist ein Zwischenprodukt, das bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln entsteht.

Am 24. Juli 2006 entstand in einem BAYER-Gefahrguttransporter ein Leck, woraus giftiges Zyanid entwich. Der Fahrer stoppte den LKW und fuhr den Parkplatz eines Einkaufszentrums im US-amerikanischen Moundsville an. Die eintreffende Feuerwehr ließ sofort alle dort parkenden Wagen abschleppen; ein Sicherheitsteam pumpte die Chemikalie ab. Wäre eine größere Menge ausgetreten und hätte der Wind ungünstiger gestanden, hätten die Verantwortlichen umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen einleiten müssen.

Ende Juli 2006 kam es in einem BAYER-Werk am italienischen Standort Termoli zu einem Störfall, bei dem mehrere Chemikalien austraten. Obwohl Gefahren auch für die angrenzenden Fabriken nicht auszuschließen waren, informierte der Multi die Anlieger ebenso wenig wie die Feuerwehr.

Der Duftstoff Mercaptan verhilft dem geruchslosen Erdgas zu dem charakteristischen Gasgeruch, damit man eventuelle Ausströmungen riechen kann. Im Wiesdorfer BAYER-Werk ereignete sich allerdings mit Mercaptan ein Störfall. Im Bereich der Erdgasübergabestation trat der Duftstoff aus und verursachte bei acht MitarbeiterInnen Übelkeit und Augenreizungen.

Auf dem Gelände des BAYER-Chemieparks in Dormagen ereignete sich am 3. Juli 2006 ein Störfall. In einem Reaktor zur Produktion des Kunststoffes Polyethylen kam es zu mehreren Explosionen. Acht MitarbeiterInnen wurden dabei verletzt.

27. Juni 06: Im BAYER Chemiepark Leverkusen trat aus ungeklärter Ursache gasförmiger Fluorwasserstoff aus. Elf Mitarbeiter mussten in eine Klinik eingeliefert werden. Die Freisetzung des stechend riechenden Gases habe rasch gestoppt werden können, die ausgetretenen Dämpfe seien von der Werkfeuerwehr niedergeschlagen worden.

Bei Bauarbeiten an einem Bürogebäude im BAYER Chemiepark Leverkusen stürzte am 22. Juni ein Fremdfirmenmitarbeiter aus rund zehn Metern Höhe ab. Der 37-jährige Handwerker erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

24. Mai 2006: Bei einem Unfall im Chemiewerk Dormagen sind 35 Menschen verletzt worden. Beim Abfertigen eines Lastwagens auf dem BAYER-Werksgelände sind etwa fünf Liter der giftigen Substanz Chlormethylketon ausgelaufen, die zu Augen- und Atemwegreizungen führen könne. Die Flüssigkeit wird zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln benötigt. Nach Auskunft der Feuerwehr habe der Wind die sich schnell verflüchtigende Substanz verweht.

Im Dormagener BAYER-Werk ereignete sich am 17. Februar 2006 ein Unfall. Die Abluftleitung einer Chloranlage fing Feuer, und das Gas trat aus. 18 MitarbeiterInnen kamen mit der Giftwolke in Kontakt, klagten über Augenreizungen und Übelkeit und begaben sich in ärztliche Behandlung. Auch rund um den Chemiepark maß die Feuerwehr noch erhöhte Chlorwerte, halb Dormagen roch nach Schwimmbad. (mehr Infos: http://www.cbgnetwork.de/1362.html)

2005
Am 23.6.05 kam es im Leverkusener BAYER-Werk zu einem Chlorgas-Austritt. Die Konzentration des hochgiftigen Stoffes in der Luft betrug 0,2 Milligramm pro Kubikmeter. Das Chlor entwich durch ein Leck in einer Rohrleitung. Dabei hatte Wiesdorf noch Glück im Unglück: Die günstigen Windverhältnisse verschonten die Innenstadt.

Am US-amerikanischen BAYER-Standort Baytown ereignete sich am 18.6.2005 ein tödlicher Unfall. Der seit 15 Jahren beim Konzern tätige Salvador Barba Sr wollte einen Abpumpschlauch von einem Phenolcontainer lösen. Dabei blieb ein Ventil geschlossen, woraufhin der Druck einen Dichtungsring platzen ließ und das Kunststoff-Vorprodukt austrat. Obwohl der Arbeiter sich sofort unter eine Desinfektionsdusche begab, starb er noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die US-amerikanische Arbeitsschutzbehörde OSHA leitete Ermittlungen ein und verhängte eine Strafe wegen ungenügender Sicherheitsvorkehrungen (englische Infos).

Am 4. Mai 2005 kam es beim BAYER CROPSCIENCE-Werk im Chemiepark Köln-Hürth zu einem Störfall. Acht Personen atmeten Chlordämpfe, Salzsäure und Phosphorsäure ein und mussten sich in medizinische Behandlung begeben.

02.05.05: Ein Brand in einem Dystar-Gebäude im BAYER-Chemiepark rief am frühen Samstagnachmittag die Feuerwehr auf den Plan. Eine Anlage, in der NN-Base, ein Farbstoff-Zwischenprodukt, hergestellt wird, war während der Produktion in Brand geraten. Das Feuer griff schnell auf die höher gelegenen Stockwerke über. Die BAYER-Werksfeuerwehren aus Leverkusen und Dormagen waren im Einsatz, außerdem Freiwillige und Berufsfeuerwehren aus Leverkusen und Köln, insgesamt rund 100 Einsatzkräfte. Wegen der Hitze konnten die Wehrmänner zunächst nicht bis zum Brand vordringen. Fünf Mitglieder der Werksfeuerwehr mussten sich mit leichten Verletzungen in der ärztlichen Abteilung des Chemieparks behandeln lassen.

Im Mai 2005 kam es bei der Kunststoff-Produktion einer BAYER-Anlage im spanischen Tarragona zu einem Unfall. Drei Beschäftigte mussten sich wegen Vergiftungserscheinungen in ärztliche Behandlung begeben.

6. März 2005
Im Bayer-Werk Dormagen kommt es zu einem Brand.

Am 19. Januar entzündete sich in einem Produktionsbetrieb der BAYER-Abspaltung LANXESS auf dem Gelände des Leverkusener Chemieparks die Chemikalie Natriumborhydrid, ein Vorprodukt zur Arznei-Herstellung. Es entstand ein Brand, den die Feuerwehr erst nach einer Stunde unter Kontrolle hatte.

2004

13. Dezember 2004
Bei Bayer MaterialScience in Dormagen treten die hochgefährlichen Chemikalien Ortho-dichlorbenzol und Phosgen aus.

Auf dem Gelände des BAYER-Chemieparks in Uerdingen kam es am 11. Dezember beim Umladen einer Chemikalie vom LKW in den Werkstank zu einem Unfall. In der Förderleitung entstand ein Leck, aus dem 400 Kilo der giftigen und Reizungen auslösenden Adipin-Säure austraten. Die als Vorprodukt bei der Herstellung von Lacken und Kunststoffen verwendete Säure verbreitete sich bis zu einer angrenzenden Straße. Der Lastkraftwagen-Fahrer musste sich zur Untersuchung in die BAYER-Polyklinik begeben.

Am 23.11.04 kam es im Brunsbütteler BAYER-Werk zu einer Explosion. Die Druckwelle war so stark, dass Beschäftigte durch den Raum stoben und Teile durch die Luft flogen. Fünf Belegschaftsangehörige verletzten sich und mussten sich einer Krankenhaus-Behandlung unterziehen.

Chlor-Alarm in Dormagen: Am 3.11.04 traten im Dormagener BAYER-Werk nach einem Stromausfall in einer Schaltanlage Chlor- und Nitrose-Gas aus. Ein 15-jähriger Junge atmete das giftige Chlor ein und kam ins Krankenhaus. Da die Chlorgas-Wolke in Richtung Bahngleise trieb, musste die Feuerwehr den Zug-Verkehr der Strecke Neuss-Köln sperren.

In der im US-amerikanischen Addyston (Bundesstaat Ohio) gelegenen Niederlassung des Chemie-Unternehmens LANXESS (zu diesem Zeitpunkt noch in Besitz von BAYER) passierte im Oktober 2004 ein Unfall. In der Kunststoff-Fertigung kam es zu einer Produktionsstörung, in deren Folge 448 Kilogramm des Krebs erregenden Gases Acrylnitril austraten. Obwohl in der Nähe des Werkes ein Volksfest stattfand, unterließ es die Firmen-Leitung, die Behörden oder die Anwohner zu informieren.

Im Addystoner LANXESS-Werk (s.o.) ereignete sich zwei Monate nach dem Acrylonitril-Austritt im Oktober erneut ein Störfall mit dem Krebs erregenden Gas. Am 15. Dezember 2004 traten in der Kunststoff-Produktion 260 Kilogramm der Substanz aus. Die zuständigen Behörden wollen dem Unternehmen nun strengere Sicherheitsauflagen machen. Seit der Leverkusener Multi das Werk 1996 von MONSANTO übernahm, ereigneten sich dort 66 Unfälle (mehr Infos: http://www.cbgnetwork.org/1146.html).

Am 28.9.04 ereignete sich im Uerdinger BAYER-Werk ein Unfall, bei dem giftige Substanzen (Aktivkohle, Chlor und Schwefelsäure) austraten. Acht MitarbeiterInnen kamen in Kontakt mit den Chemikalien und mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus. Sechs Beschäftigten entließen die MedizinerInnen nach kurzer Beobachtungszeit, zwei behielten sie länger dort.

Am 14.9.04 kam es wenige Stunden vor der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Container-Terminals auf dem Gelände des Leverkusener Chemieparks zu einem Unfall mit einem Container. Es bestand Brandgefahr.

Am 26.8.04 kam im Werk von GE BAYER SILICONES, einem Gemeinschaftsunternehmen von BAYER und GENERAL ELECTRIC, zu einem Zwischenfall. Bei Reparatur-Arbeiten an einem Kesselwagen schlug dieser Leck, wobei giftige Salzsäure-Dämpfe austraten. Die Feuerwehr musste diese mit so genannten Wasser-Schleiern binden. BAYER aber beschwichtigte sogleich: Keine erhöhten Schadstoff-Werte außerhalb des Chemiepark-Geländes!

Am 25.8.04 ereignete sich im Dormagener Chemie-„Park“ von BAYER ein tödlicher Unfall. Beim Rangieren mit Eisenbahn-Waggons starb ein 31-jähriger Mitarbeiter einer Fremdfirma.

17.08.2004
Im Bayer-Werk Dormagen tritt hochgiftiges Arsen aus.

Am 8. Juni 2004 kam es in der Nähe von Peine zu einem Chemie- nfall mit einem Lastwagen, der den BAYER-Kunststoff BAYFILL geladen hatte. Der Behälter rutschte vom LKW und schlug leck, so dass Teile der Substanz entwichen. Der Fahrer des Wagens und drei Feuerwehrleute kamen ins Krankenhaus.

Am 19.4.04 gelangten aus dem Wiesdorfer BAYER-Werk fünf Liter Natriumhydrogensulfit in die Umwelt. Der in der Gummi-Herstellung eingesetzte Hilfsstoff trat nicht während des Herstellungssprozesses aus, sondern in der Phase der Produktionsvorbereitung.

Am 12.2.04 kam es in einer im texanischen Baytown gelegenen Kunststoff-Anlage des Chemie-Multis zu einer Beinah-Katastrophe. Während der Herstellung des Zwischenprodukts Toluylendiamin (TDA) entwich das Lösungsmittel Isopropyl-Alkohol und löste eine Explosion aus. Anschließend entstand ein Großbrand. (mehr Infos: http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_2004/SWB_02_2004/Unfall_Baytown/unfall_baytown.html)

Am 9. Januar 2004 kam es in Krefeld zu einer Freisetzung und dem Brand eines Fluor-Helium-Gemisches in einem Spezialgaswerk.

2003
Am 11. Oktober 2003 kam es im Dormagener BAYER-Werk zu einem Zwischenfall. Ein Container, der Reste einer Basis-Chemikalie enthielt, erhitzte sich in der Sondermüllverbrennungsanlage auf 120 Grad (Normaltemperatur: 70 Grad), es bestand Explosionsgefahr. Die Feuerwehr sperrte das Gelände großflächig ab und unterbrach den Zug-Verkehr auf der Strecke Köln-Neuss. Dann öffnete sie den Container mit Spezial-Werkzeugen und füllte die gefährliche Substanz in einen Auffang-Behälter. Die Behörden klassifizieren den Fall als "Beinahereignis".

Am 16. Juli 2003 wurden aus dem BAYER-Werk Uerdingen ca. 800 kg Nitrobenzol in den Rhein eingeleitet. Die Einleitung verteilte sich über den gesamten Tag, daraufhin musste internationaler Rheinalarm ausgelöst werden. Noch Tage später war der Stoff im Rhein messbar.
Das Umweltbundesamt schreibt hierzu: Am 16.07.2003 kam es aufgrund einer Störung im Prozessleitsystem zu einer automatischen Abschaltung aller wesentlichen Anlageteile im Nitrobenzolbetrieb. Infolge einer nicht bestimmungsgemäß geschlossenen Armatur gelangte über einen Zeitraum von 4 Stunden (bis 20.30 Uhr) Nitrobenzol in eine Spülvorlage, die dadurch überfüllt wurde.
Ein Alarm der Füllstandssonde der Spülvorlage wurde in der Messwarte offenbar nicht wahrgenommen. Der gegen 18.00 Uhr folgende Alarm der Grenzschichtsonde in der Sauerwasservorlage wurde ebenfalls nicht erkannt.
Nach Behebung der Störung im PLS wurde gegen 18.30 Uhr die gesamte Anlage wieder angefahren, so auch die Sauerwasseraufbereitung, zunächst im Kreislaufbetrieb. Vor Umschaltung auf Normalbetrieb und der damit verbundenen Ausschleusung in den Biokanal wurde eine Probe gezogen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich im Stripper nur noch reines Nitrobenzol. Gegen 19.47 Uhr und 20.01 Uhr kam es bei den FID-Messungen in der Abwasserleitung vor der Armatur zum Biokanal jeweils zu Maximalausschlägen, die jedoch in der Messwarte trotz Fehlermeldung und Alarm nicht registriert wurden.
Gegen 19.53 Uhr zeigten beide FID-Geräte „Null“ an, worauf hin die Armatur geöffnet wurde, ohne das Ergebnis der Probe abzuwarten. Es gelangten 6 m³ Nitrobenzol in den Biokanal.
Als am nächsten Tag die Messwerte in der Zwischenklärung sehr hohe Werte zeigten, wurden gegen 14:00 h die zuständigen Behörden informiert. Die Einleitung in den Rhein konnte nicht mehr gestoppt werden.

Am 12. Mai 2003 ist am Autobahnkreuz Bonn/Siegburg ein Gefahrgut-Transporter von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinabgerutscht. Im Leverkusener BAYER-Werk hatte er 24 Tonnen der zur Produktion von Pestiziden und Arzneien verwendeten Chemikalie Ethylendiamin aufgenommen. Sie ist hoch giftig, ätzend und kann ab einer Temperatur von 34 Grad explodieren, wobei sich Blausäure bildet. Um diese Gefahr abzuwenden, waren von 4 Uhr morgens bis nachmittags ca. 90 HelferInnen im Einsatz. Erst um 15.30 gab die Polizei die A3 und die A560 wieder für den Verkehr frei.

Am 21. Mai 2003 entgleiste in Wolfenbüttel ein Zug, der 16 Tonnen des giftigen und explosiven BAYER-Pestizidwirkstoffs Ethylchlorformiat geladen hatte. Glücklicherweise geriet die Gefahrgut-Bahn nur aus der Schienen-Spur, kippte aber nicht um, weshalb der Container unbeschädigt blieb.

Am 21. April 2003 ereignete sich an der Anlege-Station des Uerdinger BAYER-Werks ein Zwischenfall. Im Lade-Schlauch eines Chemie-Frachters entstand durch den von einem passierenden Schiff verursachten Sog ein Riss, mehrere Liter der giftigen Substanz Anilin traten aus. Zwei Besatzungsmitglieder und elf SpaziergängerInnen und RadfahrerInnen kamen mit der Chemikalie in Kontakt und mussten wg. Übelkeit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Am 28. Februar 2003 verunglückt auf der Autobahn ein Zinksulfat transportierender Tanklastzug auf dem Weg zum Uerdinger BAYER- Werk und kippte auf die Straße. Da die Gefahr bestand, dass der Tank durch den Aufprall beschädigt wurde und so die giftige Substanz austreten konnte, sperrte die Polizei alle umliegenden Fahrbahnen.

2002
Im Leverkusener BAYER-Werk kam es zu einem Unfall. Ein Rohr schlug leck, und das Chemie-Gift Chlortoluol trat aus. Beschäftigte atmeten den Stoff nicht ein. Die Umgebung im Umkreis des Störfalls wurde „vorsorglich“ gereinigt, erklärte der Konzern. Chlortoluol ist ein Pestizid-Wirkstoff und wird zudem als Vorprodukt und Lösemittel in der Ackergift-Produktion eingesetzt.

Am 8. Februar kam es im Uerdinger BAYER-Werk zu einem Störfall. Ein Lager-Silo zerbarst. Durch das Leck traten Flüssigkeiten aus, die mit dem Sauerstoff der Luft reagierten, so dass giftige Salzsäure-Dämpfe und Benzotrichlorid austraten. Sechs MitarbeiterInnen konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen und mussten wegen Reizungen der Atemwege ärztlich behandelt werden. Die Feuerwehr zog einen Kordon um das Gelände und war mit 100 Einsatzkräften drei Stunden lang damit beschäftigt, die Dämpfe unter Kontrolle zu bringen. Zum Unfall-Hergang teilte der Konzern lediglich mit, beim Umfüllen einer Chemikalie sei das Silo geborsten. Ob es sich dabei um eine Stoff-Verwechslung oder eine andere Ursache handelte, gab BAYER nicht an.

2001
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren erhielt anonym die Information, nach der sich im Dezember 2001 im BAYER-Werk Uerdingen ein Unfall in der Phosgen-Produktion ereignet habe. Dabei soll ein Mitarbeiter einer Fremdfirma mit Phosgen vergiftet worden sein. In der Presse tauchten keinerlei Informationen über diesen Unfall auf. Das Staatliche Amt für Arbeitsschutz bestätigte das Ereignis auf Anfrage der CBG. Die Behörde war bis dahin nicht über den Unfall informiert und stellte eigene Nachforschungen an, lehnt jedoch weitergehende Informationen "aus Gründen der Geheimhaltungspflicht nach dem Arbeitsschutzgesetz" ab. (mehr: http://www.cbgnetwork.de/695.html)

Im Leverkusener BAYER-Werk ist es am 13. Dezember 2001 zu einem Störfall gekommen. In einem Betrieb, der Vorprodukte für den Materialschutz herstellt, arbeitete ein Messgerät nicht korrekt, so dass bei einem Pump-Vorgang Schwefeldichlorid austrat. Drei Mitarbeiter trugen Verätzungen davon und mussten ärztlich behandelt werden. Zudem breitete sich im Umkreis der Produktionsstätte ein übler Geruch aus. BAYER-Sprecher Jürgen Gemke dementierte zwei Tage nach dem Unfall diese Angaben der Kölner Bezirksregierung. Ihm zufolge hätten die Beschäftigten lediglich “ein bisschen was eingeatmet”. Solch eine verharmlosende Äußerung stärkt natürlich nicht gerade den Glauben an die routinemäßig gegebene Versicherung, für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden.

Am 21. November kam es beim Abpumpen hochgiftiger Salpetersäure von einem Tankschiff vor dem Uerdinger BAYER-Werk zu einem Unfall. Durch ein Leck trat Salpetersäure aus, Teile des Schiffes gerieten in Brand. Es bildeten sich gefährliche Nitrose-Gase. Nach einer Weile hatte die ätzende Substanz auch ein Loch in den Schiffsrumpf gefressen, weshalb der Tanker Schlagseite bekam. Die aufsteigenden Stickoxidwolken stellten eine große Gefahr für die Anwohner der benachbarten Wohngebäude, Werksangehörige sowie die Einsatzkräfte dar. Teile des Bayer-Werks wurden evakuiert, vier Schulen und acht Kindergärten im näheren Umfeld der Unglücksstelle wegen der Rauchentwicklung geschlossen. Während der Löscharbeiten treten stark ätzende Nitrosegase aus, die Wolke zieht über den Rhein und über mehrere Duisburger Stadteile. Die Pumpen für die Wasseraufbereitung aus dem Rhein mussten abgeschaltet werden, die Behörden lösten derweil Rhein-Alarm aus. Die Rhein-Schifffahrt wurde gestoppt. Ein paar Tage schwankte das Schiff derart stark, dass das Risiko bestand, es würde erneut Salpetersäure aus den Tanks austreten und Nitrose-Gase freisetzen. 1.300 Tonnen konzentrierte Salpetersäure flossen direkt in den Rhein, kurz danach sank das Schiff (mehr Informationen: http://www.cbgnetwork.org/501.html).

Am 29. Juni kam in der Brunsbütteler BAYER-Niederlassung ein 46-Jähriger Mitarbeiter einer Werkvertragsfirma ums Leben. Bei einem Wanddurchbruch im Zuge von Umbauarbeiten im Anilin-Betrieb erlitt er einen tödlichen Stromschlag.

Als ein Arbeiter einer Fremdfirma am 25.5.01 im Pumpen-Werk des Leverkusener Chemikalien-Betriebs Isoliermaterial von Rohrleitungen löste, trat die Grundchemikalie Para-Chloranilin aus. Der 33-Jährige Mann atmete den Stoff ein und zog sich eine schwere Vergiftung zu. Nach der Notarzt-Behandlung wurde er ins Klinikum Leverkusen verlegt. Eine Lebensgefahr bestehe nicht, teilte der Konzern kurz darauf mit.

Leverkusen, 3. April 2001: Durch ein Leck im Pestizid-Technikum tritt ein Ackergift-Zwischenprodukt aus und erhebt sich als übel riechende, gelblich-weiße Giftwolke in die Luft. Neun Mitarbeiter mussten mit Atem-Beschwerden in die BAYER-Polyklinik eingewiesen werden. Zudem leitete die Feuerwehr den gesamten Autoverkehr auf der B 8 um.

2000
Leverkusen, 4. und 6. August 2000: Eine Produktzersetzung in einer Werkshalle löste bei DYSTAR, dem in Leverkusen ansässigen gemeinsamen Farbstoff-Unternehmen von BAYER und HOECHST, eine Explosion aus. Eine knappe Stunde später führte eine Folgereaktion zu einem zweiten großen Knall. Aus der Produktionsanlage traten Nitrose-Gase aus, die die Atemwege reizen und zu Hautausschlägen führen. Elf MitarbeiterInnen mussten sich daraufhin in ärztliche Behandlung begeben. Bei den darauffolgenden Sicherungsarbeiten am 6.8 ereignete sich wieder ein Unfall, als es während des Absaugens der Produktreste aus dem Kessel zu einer Verpuffung kam. Ein Belegschaftsangehöriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Baytown, 6. Juli 2000: große Mengen des giftigen Kunststoff-Vorprodukts MDA traten aus. Die Aufsichtsbehörden wurden nicht von der Werksleitung, sondern durch den Hinweis eines Mitarbeiters auf den Fall aufmerksam gemacht weitere Infos.

Dormagen, 3.4.00: Durch einen Stromausfall werden bei der BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE die Herstellungsprozesse unterbrochen. Die während der Produktion entstandenen Gase mussten ungekühlt abgelassen werden, so dass riesige Nitrosegas-Wolken über Dormagen hinwegzogen.

Dormagen, 26.2.00: Durch eine Leckage in einem Wärmetauscher tritt hochgiftiges Phosgen aus. 32 MitarbeiterInnen mussten sich zur Kontrolle in ärztliche Behandlung begeben. Es herrschte Alarmstufe 1, zum ersten Mal musste BAYER bei einem Ernstfall die Hochsicherheitsschutzanlage in Betrieb nehmen.

1999
Am 21.11.1999 kommt es in Leverkusen zu einer Explosion.

Uerdingen, 30.8.99: Beim Beladen eines Tankschiffes tritt Salpetersäure aus. Zwei Mitglieder der Besatzung atmeten die giftigen Dämpfe ein und mussten ins Krankenhaus.

Verteilerkreis Köln-Niehl, 22.6.99: Auf dem Weg vom BAYER-Werk Krefeld nach Antwerpen verunglückt ein Gefahrgut-Transporter, der 19.000 leicht entflammbares Toluidin geladen hatte.

Mannheim, 18.6.99: Durch einen Stromausfall, der das Kühlsystem in einem Druckbehälter außer Kraft setzte, kommt es bei der BAYER-Tochter Rhein-Chemie zu einer Explosion. Es tritt eine 150 Grad heiße Wolke aus Schwefelverbindungen aus; 20 Personen mussten ärztlich behandelt werden.

Am 8. Juni 1999 ereignet sich die schwerste Explosion der 130jährigen Geschichte des BAYER-Werks Wuppertal. Im Kesselwerk 216 explodieren 600 kg 2-Chlor-5-nitrotoluol, 1.200 kg Dimethylsulfoxid und 500 kg Ätzkali. Die austretenden Chemikalien und der Brandruß verletzten über 100 Menschen. Es entstand Sachschaden in dreistelliger Millionenhöhe.
siehe ausführlichen Artikel: http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1999/SWB03_99/_Storfall__Wuppertal/_storfall__wuppertal.html)
siehe auch: Gutachten fordert Konsequenzen für Bayer-Vorstand

Wuppertal, 28.5.99: Bei einem Unfall treten Schwefeldioxid und Salzsäure aus, wodurch ein Mitarbeiter verletzt wird.

Dormagen, 7. Mai 1999: Auf der Tankerbrücke der BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE in Dormagen kam es zu einer Explosion, bei der drei Menschen starben und zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich während des Abfüllens von Benzin auf ein Tanklade-Schiff. Die Detonation war kilometerweit zu hören; eine riesige schwarze Rußwolke stieg auf. In der ganzen Region war die Luft so von Benzin angereichert, dass es sogar auf der Zunge spürbar war. Die Behörden forderten die Menschen auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und lösten Rheinalarm aus. 750 Tonnen des kohlenstoffhaltigen Benzingemisches gelangten in den Fluss. Thomas Lenius vom BUND, der in Dormagen lebt und an der Unglücksstelle war, ist der Meinung, dass durch die Explosion giftige Benzole freigesetzt wurden.

“Houston Roundup - Phosgene Leak,” Chemical Market Reporter, February 15, 1999
In Texas, on February 4, 1999 at the isocyanate unit of BAYER’s Baytown chemical plant near Houston, a reported 10 pounds of the toxic gas phosgene was accidentally released. More than 100 workers were examined for exposure to the chemical.

1998
Bei einem Versuch in einem BAYER-Labor wurden leichtflüchtige, geruchsintensive Schwefelverbindungen freigesetzt. Fünf Mitarbeiter mußten sich daraufhin ärztlich untersuchen lassen. Einige organische Schwefelverbindungen sind giftig und können krebserregend wirken.

13. November 1998
Wegen Druckerhöhung in einem Phosphorofen im Werk Leverkusen kommt es zu einem Alarm. Über die Druckentlastungseinrichtung treten bis zur Stillsetzung des Ofens Salzsäure sowie 12 Kilogramm des hochgiftigen Phosphortrichlorids aus.

Leverkusen, 15.10.98: Auf dem Leverkusener Werksgelände fingen in einer einseitig offenen Halle 2 x 2 Meter große Schaumstoffblöcke Feuer. Bei der Verbrennung von Schaumstoff entstanden giftige Dämpfe. Als Brandursache gab der Konzern Selbstentzündung an. Die Schaumstoffblöcke seien vor der Weiterverarbeitung nicht genügend ausgekühlt gewesen, so dass sie sich bei den nachfolgenden Prozess-Temperaturen von über 100 Grad entflammt hätten. Die Halle ist vollständig abgebrannt.

Leverkusen, 20.8.98: Beim Joint-venture von BAYER und GE PLASTICS, BAYER SILICONES, bricht eine Rohrleitung, das Lungen und Bronchien schädigende Silicium tritt aus.

Im Juli 1998 starb ein BAYER-Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten in einem Kanalarm, der Wasser zum Klärwerk Bürrig leitet. Die Staatsanwaltschaft vermutet, daß der Taucher durch die starken Strömungsverhältnisse in einen Abfluß gezogen wurde und erstickt ist. Um weitere Unfälle zu vermeiden, ließ BAYER in dem Kanalsystem Auffang-Gitter anbringen.

In der letzten April-Woche passierten bei BAYER gleich drei Unfälle. Ein Mitarbeiter atmete ein giftiges Chlorgas-Gemisch ein, das als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Agrochemikalien verwendet wird. Dem gleichen Stoff waren sechs Mitarbeiter einer Service-Firma bei Wartungsarbeiten in einem BAYER-Elektrolysebetrieb ausgesetzt. Einer von ihnen mußte die Nacht über in einem Krankenhaus bleiben.
In der Opladener Fußgängerzone verlor ein Gefahrgut-Transporter auf dem Weg zu BAYER ein Chemiefaß verloren. Es schlug auf und ließ das Trennmittel, das für ein BAYER-Klärwerk bestimmt war, auslaufen. Der Fußgängerzonenbereich mußte großflächig abgesperrt werden.

10. April 1998
In Dormagen kam es zu einem Brand in einer Anlage zur Kunststoff-Herstellung. Ein Toluylendiamin-Wasser-Gemisch tritt aus. Ein Mitarbeiter muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ursache des Unfalls ist ungeklärt.

1997
Köln-Flittard, 5. November 1997: Großfeuer durch die Explosion zweier Destillationsapparaturen. 300 Liter Methyl-Alkohol und 500 kg Nitrobenzaldehyd traten aus. Zudem wurden Nitrosegase, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid “freigesetzt”. Wie schon im Juni beim Dormagener Unfall verhinderten günstige Witterungsbedingungen - durch den Wind verwehten die Gase - Schlimmeres. Verletzt wurde durch die Explosion niemand, der Schaden liegt in zweistelliger Millionenhöhe.

04.07.1997
Bei der Bayer AG in Krefeld Uerdingen kommt es zu einem Brand eines Dianon-Gemischs.

Dormagen, 30. Juni 1997: Explosion mit “Freisetzung” von mehr als 12 Tonnen des krebserregenden TDA (Toluylendiamin). Große Teile des Werksgeländes werden verseucht, der Bahnverkehr zwischen Neuss und Köln eingestellt. (weitere Infos: http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1997/SWB03_97/Giftregen_in_Dormagen/giftregen_in_dormagen.html)

Leverkusen, 26. März 1997: 100 kg mit Dichromat verunreinigtes Soda treten aus einer undichten Förderleitung aus. 13 Arbeiter müssen notärztlich behandelt werden.

1996
Bei der BAYER-Tochter ERDÖLCHEMIE, die in ihrer Cracker-Anlage u. a. Benzin zu dem Kunststoff Polyäthylen aufcrackt, sind im August 1996 bei Wartungsarbeiten zur Vorbereitung einer Revision der Benzin-Destille fünf Arbeiter durch austretendes Öl verbrüht worden. Vier Arbeiter wurden leicht verletzt, einer lebensgefährlich.

Leverkusen, 19. April 96: Durch ein Leck in einem Abwasserbehälter tritt Trimethylamin aus. Im ganzen Stadtteil Wiesdorf stinkt es ekelerregend nach Fisch.

Auf der A3 bei Leverkusen kam es am 20. Mai zu einem schweren Unfall, an dem ein mit Chlorgas beladener Lkw von BAYER beteiligt war. Der Anhänger des Lastwagens war ins Schleudern gekommen und umgekippt, wodurch drei Gasflaschen beschädigt wurden und Leck schlugen. Der Fahrer und über 20 Insassen eines Reisebusses wurden durch die ausströmenden Gase verletzt und mußten in ein Krankenhaus gebracht werden, sieben Personen wurden auf der Intensivstation behandelt. Die A3 war mehrere Stunden gesperrt, Anwohner und Autofahrer wurden über Lautsprecher vor den Gesundheitsgefahren gewarnt.
Seit bald zwanzig Jahren warnen Bürgerinitiativen und die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN vor den Risiken, die von den Chemietransporten zwischen den einzelnen BAYER-Werken ausgehen. Bis Mitte der Achtziger Jahre wurde sogar das in geringen Konzentrationen tödliche Nervengift Phosgen, Vorprodukt bei der Kunststoffherstellung, mit Lastwagen über Autobahnen transportiert.

Im Brunsbütteler BAYER-Werk kam es am 8. Mai 96 aufgrund einer undichten Flanschverbindung zu einer deutlich hörbaren Verpuffung von Wasserstoff. Das brennbare Gas beschädigte die an der Austrittsstelle liegenden Betriebseinrichtungen.

1995
Beim Reinigen eines Behälters im Farbenbetrieb eines der Leverkusener BAYER-Werke floß in der Nacht zum 30. August 1995 Spülflüssigkeit auf die Bundesstraße 8. Aus angeblich ungeklärter Ursachen waren Temperatur und Druck in dem Behälter angestiegen. Dadurch wurde eine Sicherheitseinrichtung gelöst, die der Druckentlastung dient. Rund 4.000 Liter eines Ammoniak-Wasser-Gemisches liefen dabei aus, ein Teil davon auf die angrenzende Straße. Diese mußte für rund eine Stunde gesperrt werden.

Ein manövrierunfähiger Frachter beschädigte am 1. August 1995 ein mit Benzol beladenes Tankschiff, das am Rheinanleger des BAYER-Werkes Uerdingen festgemacht hatte. Das stark giftige, krebsauslösende, brennbare und als Luft-Gemisch explosive Benzol wird als Ausgangsprodukt für chemische Zwischenprodukte eingesetzt.

Wuppertal, 28.3.95: Explosion eines Rührkesselwerkes. 100 Liter Methanol und 8 kg Kalium-Tertiär-Butylat verbrennen nach BAYER-Angaben. Schaden: 1 Mio DM.

Dormagen, 1.3.95: Leckage an Rohrleitung. Austritt eines Stoffes “zur Fungizid-Herstellung”.

Leverkusen, 30.1.95: Salzhaltige Staubpartikel “regnen” aus Schornstein. BAYER-Werksfeuerwehr spritzt alle umliegenden PKW ab.

Wuppertal, 17.1.95: Brand im “Pharmaforschungszentrum” in Aprath.

Wuppertal, 2.1.95: Austritt von Schwefelsäure und Ethylchlorformiatdämpfen. 50 MitarbeiterInnen erleiden schwere Augenreizungen. BAYER informiert erst, nachdem besorgte AnwohnerInnen die Lokalpresse einschalten. Die Belegschaft demonstriert am 12. Januar gegen die mangelhafte Aufklärung durch das Chemie-Werk.

1994
Dormagen, 3.9.94: Brand in Kunststoffherstellung. Dichte Rauchwolke über der Stadt.

Leverkusen, 2.8.94: 10 kg Trimethylamin treten aus. Gestank in den umliegenden Stadtteilen.

Dormagen, 9.6.94: Kurzer Brand mit Verpuffung. 3 MitarbeiterInnen werden z. T. schwer verletzt.

Brunsbüttel, 18.4.94: Giftige Schwefelsäurewolke tritt aus Kessel aus.

Krefeld, 31.3.94: Großbrand in Parraffin-Anlage. Umweltverseuchung, mehrere Mio DM Schaden.

1993

10.11.1993 Bayer AG, Leverkusen
Brand von Isolatorenöl

12.06.1993 Bayer AG, Leverkusen
Freisetzung von Oleum

21.04.1993 Bayer AG, Leverkusen
Freisetzung von Stickoxiden

1992
22. Oktober 1992, Leverkusen
Das Umweltbundesamt meldet: Eine Mehrzweckanlage, in der wechselnde Verfahren durchgeführt werden, wurde im Anschluß an eine Versuchskampagne stillgelegt und gereinigt. Anschließend wurden Schlosserarbeiten für die nächste Versuchskampagne mit einem anderen Produkt durchgeführt. Notwendig waren weiterhin Isolierarbeiten einer Fremdfirma. Während dieser Isolierarbeiten entwich aus einem Gully im Raum der Mehrzweckanlage Methylnitrit. Nach Erkennung des weißen Dampfes alarmierten Mitarbeiter die Werksfeuerwehr und auch die ärztliche Abteilung, da zwei Isolierer verletzt am Boden lagen. Der Gully wurde abgedeckt und der Dampf mit Wasser niedergeschlagen. Die verletzten Arbeiter der Fremdfirma wurden ins Krankenhaus gebracht. Ursächlich für die Störung war die Anlage zur Herstellung von Benzotriazol. Im Zusammenhang mit Anfahrversuchen des Methylnitrit-Generators, der zu dieser Anlage gehört, gelangte ein Teil des im Generator erzeugten Methylnitrits über ein teilweise geöffnetes Ventil einer Entleerungsleitung in das Bioabwassernetz. Von dort konnte es über die Falleitungen des Bioabwassernetzes und den Gully in den Raum der mehrzweckanlage gelangen. Der Methylnitrit-Generator wurde außer Betrieb genommen.

12. Oktober 1992
Im Leverkusener Werk treten Chlorgas und Chlorwasserstoff aus. Zwei Mitarbeiter werden verletzt.

23.08.1992, Bayer AG, Leverkusen
Freisetzung eines Chlortoluol-NaOH-Gemischs

11. August 1992, Leverkusen
Aufgrund einer Flanschundichtigkeit an einer Gaspendelleitung kommt es zur Freisetzung von 5 kg giftigem Oleum. Die Anlage wird unverzüglich stillgesetzt. Der Betrieb wird geräumt, die Werksfeuerwehr informiert. Diese legt Wasserschleier zur Bekämpfung der Gase.

29. Mai, Belford Roxo (Brasilien)
Bei einer unkontrollierten Reaktion in einem Desmodur-Reaktor treten große Mengen Chemikalien aus und ziehen in die umliegenden Wohnbezirke. Eine darauffolgende Inspektion enthüllte eine ganze Reihe betrieblicher Mängel, die den Unfall mitverursacht hatten ausführliche Informationen.

1991
08.05.1991, Bayer AG, Krefeld Uerdingen
Stofffreisetzung

02.04.1991, Bayer AG, Wuppertal
Stofffreisetzung

20.03.1991, Bayer AG, Dormagen
Staubexplosion mit Folgebrand

1990
16.06.1990, Bayer AG, Krefeld Uerdingen
Freisetzung von Phosgen

08.06.1990, Bayer AG, Leverkusen
Freisetzung von Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid

25.01.1990, Bayer AG, Krefeld Uerdingen
Freisetzung von Benzol

1989
14.02.1989, Bayer AG, Krefeld Uerdingen
Explosion

1988
15.11.1988, Bayer AG, Leverkusen
Freisetzung von Phosgen

02.09.1988, Bayer AG, Wildeshausen
Freisetzung von Fungiziden

1987
29.01.1987, Bayer AG, Dormagen
Explosion, beteiligter Stoff: Anilin

07.02.1987, Bayer AG, Krefeld Uerdingen
Stofffreisetzung

1984
04.10.1984, Bayer AG, Krefeld Uerdingen
Freisetzung von Chlor

1983
WAZ, 8. Juni 1983
BAYER: Nur Phosgen-Werk sichert die Arbeitsplätze
Eine Sicherung der Arbeitsplätze im Uerdinger Bayer-Werk ist nur dann möglich, wenn der Chemieriese sein neues Phosgen-Werk an der südwestlichen Duisburger Stadtgrenze errichten kann. Dies ist das Fazit von Bayer-Direktor Dr. Kienast, das die Mitglieder des Umweltausschusses aus ihrer gestrigen Sitzung mit nach Hause nehmen mussten.
Seit Bekanntwerden der Bayer-Pläne gab es in Rheinhausen bereits ungezählte Proteste gegen das Projekt. Phosgen, ein im ersten Weltkrieg erprobtes Kampfgift, hat auf dem Werksgelände in Uerdingen bei zwei Unfällen schon drei Männer das Leben gekostet.

1980
Bei einer Explosion in der Müllverbrennungsanlage in Leverkusen-Bürrig kommt es zu einem Todesfall. Die Reparaturarbeiten ziehen sich über Monate hin.

Groß-Unfälle

Im November 1979 mußte Katastrophenalarm für ein ca. 300 Quadratkilometer großes Gebiet nordwestlich von Dormagen gegeben werden: Hochgiftiges Gusathion wurde in großen Mengen aufgrund eines Mischerunglücks freigesetzt (mehr Infos).

Im Mai und Juni 1978 kam es zu einer Kessel-Explosion bzw. zu einem großen Salzsäure-Unglück in Wuppertal.

Köln-Flittard, Am 27.1.1917 kam es während der Sprengstoff-Produktion für den Ersten Weltkrieg zu einer Explosion. Acht Arbeiter starben und hunderte wurden verletzt. Die Druckwelle zerstörte die Fabrikationsanlage vollständig.

Die Erstellung dieser Liste wurde von der Stiftung Menschenwürde & Arbeitswelt gefördert