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Pharmatests in Indien

24. Juli 2012

Reportage von RTL/Vox

Indien: Gefährliche Medikamenten-Tests großer Pharmaunternehmen

Eine spannende Reportage von RTL/Vox zeigt einmal mehr, dass große Pharma-Unternehmen wie Merck, Bayer und Boehringer an unethischen Medikamententests in Indien beteiligt sind. Die teilweise gefährlichen Präparate werden mitunter ohne Einverständnis - oder auch nur Wissen - der Probanden getestet.

Veröffentlichungen der indischen Regierung hatten gezeigt, dass bei es bei Menschenversuchen von BAYER zu mindestens 138 Todesfällen kam. Allein vier Personen starben an Nebenwirkungen des Gerinnungshemmers Xarelto. BAYER hat den Hinterbliebenen Entschädigungen von gerade mal 5.250 Dollar gezahlt.

Derzeit lassen westliche Unternehmen etwa 1.900 Studien mit 150.000 Probanden in Indien durchführen und zahlen hierfür jährlich etwa eine halbe Milliarde Euro. Innerhalb von nur vier Jahren starben dabei mehr als 1.700 Testpersonen.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren forderte in der jüngsten Hauptversammlung Aufklärung vom BAYER-Vorstandsvorsitzenden zu allen Pharmaversuchen in Indien, jedoch ohne Erfolg. BAYER beauftragt in Indien in den vergangenen Jahren Studien mit der Krebs-Arznei Nexavar, dem Augen-Präparat VEGF, dem Thrombose-Präparat Xarelto, dem Diabetikum Glucobay, dem Potenzmittel Levitra, der Hormon-Spirale Mirena, dem Bluter-Medikament Kogenate und dem Röntgen-Kontrastmittel Gadovist.

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